Ein straffes Programm erwartete die knapp 40 angehenden Ergotherapeut:innen der Ergotherapie-Schule Dessau im BG Klinikum Bergmannstrost Halle. Nach Einblicken in die Sport-, Physio- und Ergotherapie-Abteilungen standen Praxiseinheiten im Rahmen des Rolli-Projektes auf dem Plan.
Projektkoordinator Volker Möws führte die jungen Leute ins Mobilitätstraining mit Rollstühlen ein und zwar ganz praktisch. Alle nahmen in Alltagsrollstühlen Platz und mussten sich mit dem herbstlichen Wetter auf dem Gelände des Klinikums auseinandersetzen. Gegen den Wind hieß es, die lange Rolli-Rampe zum Klinik-Garten hinauf zu fahren. Bereits nach dem kurzen Stück machte sich die Oberarmmuskulatur bemerkbar. „So anstrengend hatte ich mir das nicht vorgestellt“, sagte eine der Schülerinnen. „So ein praktischer Einblick mit der Chance, alles selbst auszuprobieren ist sehr wertvoll“, setzte sie fort. Die anderen Auszubildenden schlossen sich sofort dieser Meinung an. Was das Wetter betraf, es nörgelte niemand. Die Erkenntnis war klar: Echte Rollstuhlfahrer müssen auch mit widrigen Witterungsbedingungen klarkommen.
Im Seminarraum war es mit Rolli-Sportler Mathias Sinang windstill, doch nicht weniger erkenntnisreich. Nach mehr als 30 Jahren im Rollstuhl und die allermeisten davon sehr sportlich aktiv, konnte Mati viel berichten, vor allem aber die zahlreichen Fragen der angehenden Therapeut:innen beantworten.
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Fazit: Die Dessauer Ausbilder:innen schätzen diesen Praxistag sehr und freuen sich bereits auf die nächste Auflage.





