Erstmalig testeten am 25. und 29. Juni 2026 alle vier siebenten Klassen der Halleschen IGS Am Planetarium das landesweite Schulprojekt Rollstuhlsport macht Schule.
Welch großen Aufforderungscharakter Rollstühle haben und wie groß die Neugier von Siebtklässlern sein kann, merkten Projektkoordinator Volker Möws, Rolli-Trainer Mathias Sinang und Paul Beyer vom BSSA am 25. und 29. Juni 2026 recht deutlich. So manchem der Jungs fiel es schwer, erstmal konzentriert zuzuhören, sie wollten sofort losrollen.
Bei Erkundung der Umgebung der Schule am halleschen Holzplatz wurde den Kids dann doch klar, dass Rollstuhlfahren anstrengend ist und es gewisser Techniken bedarf, um auf verschiedenen Untergründen zu fahren und Hindernisse zu überwinden.
Der Umgang mit den Sportrollstühlen unter Anleitung von Mathias in der Sporthalle machte den mehr als 90 Schülerinnen und Schülern, die an den beiden Tagen am Projekt teilnahmen viel Spaß. Beim Rollstuhlbasketball waren einige gute Spielzüge zu sehen und es gelangen sogar mehrere Treffer.
„Es ist gut, dass wir das hier alles ausprobieren konnten und so ein bisschen wissen, wie es ist, im Rollstuhl zu sitzen“, fasste einer der Schüler die Erfahrungen zusammen.
Im Gespräch mit Mathias interessierte die Jugendlichen, wodurch er seit 34 Jahren auf den Rollstuhl angewiesen ist und was für ihn damals das Schwierigste an seiner neuen Lebenssituation war. Spannend war auch die Frage, wie Mathias die Stadt Halle aus Sicht eines Rollstuhlfahrers einschätzt. „Es gibt immer Dinge, die verbesserungswürdig sind, doch ich komme in Halle recht gut klar“, antwortete er.
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