Am 23. April 2026 erlebten 47 Junge Leute, die aktuell ein Freiwilliges Soziales Jahr beim Landessportbund Sachsen-Anhalt absolvieren, in der Landessportschule in Osterburg einen bewegten Tag mit dem Team des Projektes Rollstuhlsport macht Schule.
Angeleitet von den dafür ausgebildeten Rollstuhl-Mobilitäts-Coaches vom Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Sachsen-Anhalt e. V. (BSSA), Robert Strohschein und Paul Beyer, erkundeten sie in Alltags-Rollis das Außengelände der Sportschule. Schrägen und Kanten gab es zu bewältigen, ebenso verschiedene Untergründe. Das Rollen über Rasengittersteine erwies sich dabei zum Beispiel als recht holperige und kräftezehrende Angelegenheit. Nicht umsonst werden Behindertenparkplätze so ausgestattet und angelegt, dass mobilitätseingeschränkte Menschen ihre Fahrzeuge auf glatten Straßenbelägen erreichen können.
In der Sporthalle übernahm auch in Osterburg Rollstuhlfahrer Mathias Sinang das Kommando. Er sitzt seit mehr als 30 Jahren im Rolli, war und ist sportlich aktiv. Mit ersten Fahrübungen und unterhaltsamen Sportspielen wurde der Rollstuhl hier zum Sportgerät. Slalomfahrten, Hasche- und Taktikspiele dienten als Vorbereitung für Rollstuhlbasketballspiele. Die Dynamik der Sport-Rollis fiel auf und wurde von den FSJ-ler:innen genutzt. Basketball im Rollstuhl gefiel ihnen offensichtlich auch und schöne Spielzüge entwickelten sich.
Neben aller Dynamik gab es auch nachdenkliche Momente. Im Gespräch mit Mathias kamen viele Fragen auf. Diese berührten Themen zum Alltag eines Menschen, der im Rolli landet, die Ursachen dafür. Ebenso kamen Fragen zu den sportlichen Aktivitäten und Rekorden von Mathias, zur Finanzierung von Behinderten- und Rehasport sowie zu den großen Themenkreisen Barrierefreiheit, selbständige Mobilität und finanzielle Unterstützung für Betroffene.
Weitere Bilder
Das große Interesse, die Motivation der jungen Leute, sich mit all diesen Fragen zu beschäftigen und eine Top-Organisierung vor Ort trugen zu einem äußerst gelungenen Projekttag bei.





